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Medien Zeitungsberichte über MAJUZE
MAJUZE ®
MAJUZE ® - Männer- und Jungenzentrale Wolfgang Wenger Sozialpädagogische Praxis - Gestalttherapie - Hypnose
OVB 24.12.2005
Bericht in der Pressewoche über den Selbstbehauptungskurs “Starke Jungs”
Bericht im OVB über den Kurs “Starke Jungs”
Bericht im OVB zum Thema “Kuckuckskinder” und Interview mit mir in “Baby und Familie”
OVB zum Thema “Trennungsväterstammtisch”
OVB zum Kurs “Mannsbilder”
Titelseite in den Rosenheimer Nachrichten mit einem Bericht über MAJUZE - 27.06.07 Vortrag “Jungenwelten” in Waldkraiburg (28.03.2012) Bericht im OVB
Bitte beachten Sie unter der Sparte “Medien” auch die Unterrubriken “Fernsehen” und “Radio”
Zwei Zeitungsberichte im OVB über den für Horte angebotenen “Jungennachmittag” (Bild wechseln mit Klick aufs Bild - abspeichern mit Rechtsklick)
Medien 58    B A B Y   und Familie 10 /200 7 B A B Y   und Familie    59 10 /200 7   A n die letzte gemeinsame Nacht konn - te ich mich nicht mehr genau erin - nern, als mir meine Frau sagte, dass sie  wieder schwanger ist. Egal, ich freute mich  trotzdem. Eine Affäre konnte sie nicht ha - ben. Nach der Arbeit kam sie nach Hause,  nachts lag sie neben mir im Bett, die Wochen- enden verbrachten wir zusammen mit unse - rem Sohn Kai* (2). Von wem, wenn nicht  von mir, sollte dieses Kind sein? Als unsere  Tochter zur Welt kam, hielt ich meiner Frau  die Hand. Ich schnitt die Nabelschnur von  Lena durch, wechselte ihre Windeln, fütterte  sie, brachte ihr die ersten Worte bei. Unsere Familie funktionierte, obwohl die  Beziehung zwischen mir und meiner Frau  Anne nicht gerade innig war. Anne verriet  mir nicht, was in ihr vorging. Ich lebte damit.  Wir arrangierten uns. Ein gemeinsames Ziel  hatten wir: unseren Kindern gute Eltern sein.  Wir unternahmen viel mit anderen Familien.  Vielleicht, um nicht alleine Zeit miteinander  verbringen zu müssen, vielleicht um zu ver - tuschen, dass wir nicht zueinander passten. Mit dem Chef  meiner Frau und dessen Frau  machten wir häufig Ausflüge. Dabei gab es  eine Situation, die mir schlagartig die Augen  öffnete: Meine Frau und ihr Chef schauten  sich total vertraut an, sie schienen sich ohne  Worte zu verstehen. Das war das entscheiden - de erste Puzzleteil für das große Geheimnis,  das ich Schritt für Schritt aufdecken sollte.  Mir wurde bewusst: Der Chef meiner Frau  könnte der Vater unserer Kinder sein. Meine  Geschwister faselten schon länger, dass mir  mein Sohn und meine Tochter nicht ähnlich  seien und dass da irgendwas nicht stimme.  War es während der Arbeitszeit passiert? Ich  begann die Kalender meiner Frau zu durch - wühlen und nachzurechnen, wann unse - re Kinder gezeugt wurden. Dabei fand ich  das zweite Puzzleteil: Bei Kai war es ein Be - triebsausflug. Puzzleteil drei: Die Groß - zügigkeit des Chefs. Wir konnten zum  Schnäppchenpreis das Betriebsauto kau - fen. Er brachte den Kindern oft Geschen - ke mit. Nicht aus Nächstenliebe. Er wollte  sein schlechtes Gewissen beruhigen. Er wusste es,  sie wusste es. Nur ich blieb  außen vor. Puzzleteil vier: Ich erinnerte  mich an einen Tag, an dem meine Frau  verheult nach Hause kam. An jenem Tag  muss sie ihm von der zweiten Schwanger - schaft erzählt haben. Wahrscheinlich bat  sie ihn, ein neues Leben mit ihr anzufan - gen. Doch er wollte seine Frau und seine  beiden Kinder nicht aufgeben, ließ Anne  abblitzen. Später zog die Familie weg. Ich konfrontierte meine Frau mit dem,  was ich herausgefunden hatte. Sie blockte  ab. Unsere Beziehung litt. So sehr, dass ich  auszog und wir uns scheiden ließen. Die  Basis, das Vertrauen, war verloren gegan - gen. Meine Kinder, damals drei und fünf,  sind seitdem jedes zweite Wochenende bei  mir und wir machen zusammen Urlaub. Ich kam dennoch nicht zur Ruhe. Es  verging kein Tag, an dem ich nicht darü - ber nachdachte, ob ich nicht doch der Va - ter bin. Die Ungewissheit nagte an mir, an  meinem Selbstbewusstsein, an meinem  Leben. Ich hatte Angst vor der Wahrheit,  wollte sie aber wissen. Irgendwann hörte  ich von Vaterschaftstests. Ich recherchier - te im Internet, erkundigte mich bei Selbst - hilfegruppen. Und dann musste ich erfah - ren, ob ich der Vater bin. Bei einem Labor  bestellte ich das Material für den Test: drei  Reagenzgläser, drei Wattestäbchen. Eines  für Kai, eines für Lena, eines für mich. Beim nächsten Besuch der Kinder, sie  waren jetzt sechs und acht, bat ich sie, ih - re Zähne zu putzen. Ich sagte, dass ich  dann ihren Mund kontrolliere, mit einem  Wattestäbchen, das sich verfärbt, wenn  die Zähne nicht ordentlich geputzt sind.  Die Kinder ahnten nichts von dem Test. Ich steckte die Stäbchen  mit den Spei - chelproben in die Gläschen, beschriftete  sie, schickte sie ins Labor für den DNA- Test. Dann begannen sechs schreckliche  Wochen Wartezeit, in der mich Zwei - fel überkamen, ob es mein Recht ist, die - sen Test zu machen und ob ich überhaupt  mit der Wahrheit leben kann. Zum Glück  war ich damals schon mit meiner Freun - din zusammen, die ich inzwischen auch  geheiratet habe. Sie gab mir Halt. Der Anruf kam morgens. „Sie sind  nicht der Vater“, sagte ein Mann vom La - bor. Meine Welt brach zusammen. Mei - ne Kinder sollten nicht mehr meine sein?  Ich war völlig benommen. Ein Tag später  traf der Brief ein. Darin stand schwarz auf  weiß: die Vaterschaftswahrscheinlichkeit  beträgt null Prozent. Ich rief noch mal im  Labor an, ließ mir erneut alles erklären.  Der Tester sagte: „Sie sind zu 99,99 Pro - zent nicht der Vater. Kein Zweifel.“ Es vergingen Wochen,  bis ich das wirk - lich begriffen hatte. Dann beschloss ich,  die Vaterschaft anzufechten und die Un - terhaltszahlungen vom leiblichen Vater  einzufordern. So groß war inzwischen  die Wut geworden. Nicht nur dass mich  Anne hintergangen hatte. Warum soll - te ich für Kinder zahlen, die nicht meine  waren? Warum sollte ich jeden Mo - Nicht ganz der Vater Seine Zweifel waren größer als sein Vertrauen. Die  Geschichte eines Mannes, der mit einem  DNA-TEST   herausfindet, dass seine Kinder nicht von ihm sind Per Gesetz zum Test Die Ungewissheit, ob das Kind das eigene ist,  plagt viele Männer. Studien bestätigen, dass vier  bis zehn Prozent der Kinder nicht vom offiziellen  Vater stammen. Manchmal sind sich nicht einmal  die Mütter sicher, von wem der Nachwuchs ist.  Ein Gesetz, das voraussichtlich zum 31. März 2008  in Kraft tritt, soll es Betroffenen leichter machen,  die Abstammung des Kindes zu klären. n   Verweigern Mutter,  Vater oder Kind die  Einwilligung für einen Vaterschaftstest, kann die - se künftig – auf Antrag des Klägers – vom Fami - liengericht ersetzt werden. Voraussetzung: Das  Kind ist psychisch stabil. Sonst kann das Verfah - ren für eine gewisse Zeit ausgesetzt werden. n   Bislang riskiert der Mann  automatisch  seine Stellung als rechtlicher Vater, wenn   er die Vaterschaft anfechtet. Künftig soll er sie  klären können, ohne damit zugleich seine   rechtlichen Bindungen aufgeben zu müssen. Auch  wenn sich herausstellt, dass er nicht der   biologische Vater ist, kann er vor dem Gesetz   der Vater bleiben, sofern er dies will. n   Heimliche Vaterschaftstests  werden  weiterhin nicht als Beweis vor Gericht anerkannt.  Das Bundesjustizministerium plant sogar heim - liche Analysen von Speichel oder Haaren unter  Strafe zu stellen. Denn sie verletzen das infor - melle Selbstbestimmungsrecht des Nachwuch - ses. Das hält Sozialpädagoge Wolfgang Wenger  von der Selbsthilfegruppe „Unsichere Väter/Ku - ckucksväter“ für überzogen. n   Wenger ist  für die Legalisierung der Tests,  die ohne das Wissen von Kind und Mutter ge - macht werden. „Damit wird der Frieden in der  Familie gewahrt“, begründet er. „80 Prozent  der Tests bestätigen sowieso die Vaterschaft.“  Die meisten Männer bekämen also die Gewiss - heit, dass sie ihr eigenes Kind großziehen und  das Familienleben könnte weitergehen wie bis - her. Schon allein die Zweifel, die der Vater äußert,  zerstören meist die Familie, so Wenger. W&B/Thomas Pflaum „Die Ungewiss- heit nagte an  mir, an meinem  Selbstbewusst- sein, an meinem  Leben“  FRANK P. * *Alle Namen geändert Für Frank P.* brach die Welt  zusammen, als er erfuhr, dass   er nicht der Vater ist Familie & Partnerschaft